Windpark im Sarganserland | 15.08.2014

Der Wind zwischen Bad Ragaz und Sargans ist gut. Gut genug um mittels einem Windpark Energie für 20‘000 Haushalte zu erzeugen. Ein spannendes und innovatives Projekt das erneuerbare Energien fördert.

Symbolbild Sarganserland

    Im Sarganserland herrscht genügend Wind um erneuerbare Energie mittels Windkraftwerken zu erzeugen. Eine Machbarkeitsstudie soll bis Ende August eingereicht werden. In dieser wird auch auf den Schutz von Flora und Fauna eingegangen.

    Windenergie in St. Gallen

    Zwischen Bad Ragaz und Sargans wird der erste Windpark im Kanton St. Gallen geplant. Erste Messungen haben ergeben, dass es in der Melser Rheinau genug Wind für einen Windpark hat. Die Anlage soll ähnlich wie das Windkraftwerk in Haldenstein GR gebaut werden. Im Sarganserland sollen es jedoch mehrere Windturbinen werden. Wie gross die Windkraft-Anlage genau wird, zeigt die Machbarkeitsstudie, welche bis Ende Monat beim Kanton eingereicht wird. Ist der Windpark einmal errichtet sollen 20‘000 Haushalte von der produzierten erneuerbaren Energie profitieren können.

    Das Projekt

    Geplant wird das Projekt vom Elektrizitäts- und Wasserwerk Mels, dem EW Vilters-Wangs, den Gemeinden Mels, Sargans und Vilters-Wangs sowie der Greenwatt AG. Hat der Bund über das Projekt entschieden, kann im Idealfall bereits im nächsten Jahr mit der Projektierung begonnen werden. Die Realisierung des Projektes erfolgt jedoch frühestens im 2019.

    Einschränkung des Landschaftsbildes

    Anfang August wurde die Bevölkerung über die Pläne informiert und das Vorhaben wurde grösstenteils positiv aufgenommen. Trotzdem kamen auch kritische Fragen auf, wie beispielsweise wie stark die Windturbinen das Landschaftsbild einschränken. Dass eine solche Anlage die Optik einschränke sei nicht vermeidbar. Erich Riget, Geschäftsführer des EW Mels sagt jedoch ganz klar: «Wir müssen uns im Klaren sein, dass Kompromisse gemacht werden müssen, wenn wir sauberen Strom produzieren und selbst davon profitieren wollen.».

    Schutz der Umwelt

    Die Machbarkeitsstudie die eingereicht wird, zeigt ausserdem auf, dass auf Flora und Fauna wie beispielsweise auf Vogelzüge, Fledermäuse und Amphibien, aber auch auf renaturierte Gewässer Rücksicht genommen wird, betont Erich Riget.

     

    Die HMQ AG wünscht für dieses spannende und innovative Projekt viel Erfolg!

    Autor: HMQ AG

    Foto: südostschweiz.ch